Klima und wir
Medizin-Meteorologen wissen es schon lange: der Körper reagiert auf Wetterumschwünge, Klimawechsel und Temperaturänderungen. Dabei ist nicht nur die tatsächliche Temperatur ausschlaggebend – auch Windstärke, Luftfeuchtigkeit, Sonnenstrahlung und die Wärmestrahlung der Atmosphäre beeinflussen uns. Über seine körpereigene Temperaturregelung versucht der Körper, sich den Änderungen anzupassen. Manchmal kann das zu einer Überforderung des Organismus führen – besonders bei drastischem Klimawechsel, etwa bei Fernreisen.
Vor allem in den ersten Urlaubstagen ist Vorsicht geboten, denn Körper und vegetatives Nervensystem brauchen Zeit, um sich auf Klimawechsel, ungewohntes Essen und Zeitverschiebung einzustellen. Nicht nur Durchfall, auch Verstopfung oder Kreislaufprobleme können die Folge sein. Oft wird dabei das Immunsystem überfordert und wir werden somit anfälliger für Infektionen. Der Reisende sollte seinem Körper genügend Zeit lassen, sich auf die neue Umgebung einzustellen.
Viele Reisende leiden besonders in den ersten Urlaubstagen an Problemen beim Stuhlgang. Der Körper braucht Zeit, um sich auf den Klimawechsel einzustellen. Starkes Schwitzen entzieht dem Körper zudem viel Flüssigkeit und trägt ebenso wie das ungewohnte Essen zur Darmträgheit bei. Bei vielen Fernreisen droht zudem der „Jetlag“ durch die Zeitverschiebung. Die meisten Menschen gehen regelmäßig zu einer bestimmten Tageszeit zur Toilette, meist morgens. Bei einer Zeitverschiebung verschlafen sie den Zeitpunkt. Empfindliche Personen reagieren mit Völlegefühl und Verstopfung.